Transit in Algier

Die größte Sorge bei meinem Trip von Algier über Doha und Hongkong nach Fuzhou war der Transit in Algier. Brauche ich ein Visum, brauche ich keins? Kann man in Algier einfach so im Transit-Bereich bleiben, um zu seinem Anschlussgate zu kommen? Werde ich ohne Visum überhaupt in Rom in den Flieger gelassen?

Das waren einige der Fragen, für die ich vorab im Web unterschiedliche und meistens nur unzureichende Informationen erhalten habe. Selbst Visa-Agenturen hatten wirdersprüchliche Aussagen.

Daher wollte ich den sicheren Weg gehen und ein Visum mit zweimaliger Einreise über eine Agentur beauftragen. Leider wurde mir die zweimalige Einreise verwehrt und ich bekam nur ein Visum für eine einmalige Einreise für max. 7 Tage ab dem 15.2. Ich sollte ja das erste Mal am 11.2. um 16.20 Uhr in Algier ankommen. Ich versuchte also mein Glück und da ich diese Zeilen aus der Lounge am Flughafen Algier schreiben, ist schon mal klar, dass alles geklappt hat.

Was nach Stand (11.2.) sachlich richtig ist:

Als deutscher Staatsbürger braucht man bei einem Aufenthalt von maximal 24h in Algier kein Transitvisum, wenn man den Transitbereich nicht verlässt (also man nicht ins Land einreist).

Den Transitbereich nicht zu verlassen, ist in Algier aber erstmal nicht so einfach, da man nicht einfach, wie an vielen anderen Flughäfen statt Richtung Ausgang in eine andere Richtung zu den Connection Flights/Transfer/Transit abbiegen kann.

Wie mein Transit in Algier gelaufen ist:

Wie üblich war ich auf dem Alitalia Flug nach Algier schon online eingecheckt und hatte die Boarding Pässe bereits auf dem Smartphone. Ich hätte also theoretisch bis zum Gate bei keinem Agent vorstellig werden müssen. Weil ich aber die ausgedruckten Boardkarten sammle, habe ich in der Alitalia Lounge an den E-Gates nach einem Ausdruck meiner Boardarten gefragt. Diese bekam ich auch.

Nur kurze Zeit später kam die Lounge-Mitarbeiterin auf mich zu und fragte mich nach meinem Visum für Algieren. Ich antwortete Ihr, dass bei Transit unter 24h kein Visum benötigt wird. Sie verlangte daraufhin aber einen Nachweis für meinen Anschlussflug. Ich übergab ihr meine Buchungsbestätigung, mit der Sie für mehrere Minuten verschwand, mir aber anschließend bestätigte, dass alles in Ordnung sei.

Am Gate E60 selber wurde das Visum nicht nochmals kontrolliert. Wäre ich also rein auf Online-Boardkarte gereist, hätte niemand mein Visum geprüft.

Bei Ankunft in Algier stieg ich richtig zügig aus, um mich zunächst orientieren und dann einen Mitarbeiter ansprechen zu wollen. Ich war schon auf der Fluggastbrücke, da hörte ich meinen Namen.

Also kehrte ich um und sprach den Swissport-MItarbeiter an, der mich auch direkt mit „Jacobs?“ ansprach und auf deutsch begrüßte.

Dann folgten einige Minuten Smalltalk und einige Meter durch irgendwelche Gänge bis zur Passkontrolle. Die lange Schlange an der Passkontrolle übersprangen wir einfach und es wurden die Formalitäten geregelt, ohne dass ich etwas tun musste, außer meinen Reisepass aus der Hand zu geben.

Kurze Zeit später waren wir schon wieder auf dem Weg zur Flughafen-Lounge.

 

Fazit

Ob jetzt die Ankündigung eines Bekannten, der ein paar Stunden zuvor in ALG gelandet ist, oder die Kontaktaufnahme in der Alitalia Lounge in Rom dazu geführt hatte, dass ich in Algier herzlich empfangen wurde, weiß ich nicht. Was ich aber weiß, dass die Geschichte an sich sehr spannend für mich war.

Spannend fand ich es auch, dass es im Web kaum vernünftige Informationen zum Transit in Algier gab. Selbst im Vielfliegerforum.de mehr als widersprüchliche Aussagen. Und auch die algerische Botschaft hatte seiner Zeit auf meine Mailanfrage nicht geantwortet.

In Summe aber ist der Transit in Algier einfacher, als ich es mir vorher gedacht habe. Der Service war wirklich freundlich. Nun warte ich gespannt auf die Einreise mit Übernachtung bei meinem Rückflug.

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