Hotel-Review: InterContinental Paris Le Grand – Ich verzeihe Dir jeden Fehler

„Ich verzeih Dir jeden Fehler“… klingt wie eine Liebeserklärung. Und irgendwie ist es das auch, denn Licht und Schatten beschreibt wohl am Besten unseren zweiten Aufenthalt im InterContinental Paris Le Grand. Nachdem wir im letzten Herbst zuletzt dort zu Gast waren, sollte es diesmal etwas Sightseeing bei tollem Wetter sein. Daher hatten wir vom 3. bis zum 5. August 2018 zwei Punkte-Nächte gebucht.

Leider gibt es bei IHG nur Standardzimmer auf Punkte. Da das InterContinental Le Grand bei Status-Kunden aber normalerweise sehr großzügig gegenüber Statuskunden ist, haben wir uns da keine Sorgen gemacht… Bis ich bemerkte, dass das Hotel ausgebucht und meine Buchung auf ein Classic-Zimmer umgeschrieben wurde. Classic-Zimmer werden beim IC Paris Le Grand mit 20 qm angegeben, während Standard-Zimmer „immerhin“ 22 qm haben. Wir hofften daher auf ein Upgrade beim Checkin.

Anreise

Für die Anreise entschieden wir uns mal wieder auf unser Auto zurück zu greifen. 4 1/2 Stunden Fahrt sind zwar keine Kleinigkeit aber mit Fahrerwechsel für uns easy machbar. Wobei nicht ganz so easy, da meine Frau dann immer mit dem Rücken zu kämpfen hat.

Gegen 1900 Uhr kamen wir dann jedoch an der Opera Garnier an und der Valet-Service kümmerte sich direkt um unser Fahrzeug, so dass wir schnell zum Checkin konnten.

Checkin

Beim Checkin gab es dann den ersten Dämpfer. Kein Zimmerupgrade verfügbar, da das Hotel derzeit renoviert wird und mehr als 50% der Zimmer nicht verfügbar sind. An der Rezeption wurde uns als Entschädigung (was an sich nicht notwendig gewesen wäre, da uns kein Upgrade zustand) Frühstück im Restaurant an. Das Frühstück im InterContinental Le Grand liegt mittlerweile bei 45 Euro pro Person.

Club Zugang wäre mir lieber gewesen, daher kurz nachgefragt und der Empfangsmitarbeiter verneinte dies, da das Hotel ausgebucht sein und man die Lounge nicht überfüllen wollte. Nur die Hälfte der Zimmer verfügbar, aber kein Platz in der Lounge, das wollte ich nicht so ganz verstehen. Daher blieb ich hartnäckig, bot aber auch an, für die Lounge (150€ pro Nacht) zu bezahlen. Auch das wurde leider verneint. Wir baten daraufhin, doch mal in der Club Lounge anzurufen und die Kapazitäten zu prüfen. Nach einem erfolglosen Anruf und meinem Angebot, selbst in der Lounge nachzufragen, ging es dann doch.

Wir waren dankbar, aber etwas enttäuscht, dass das so ein Kampf war.

Zur Begrüßung gab es noch das obligatorische Begrüßungsgeschenk: 600 Punkte oder zwei Getränke an der Bar. Wir entschieden uns für die Getränke (als Spire Elite kann man auch den Haus-Champagner wählen – auch rose) und die Punkte wurden trotzdem gutgeschrieben.

Das Zimmer

Unser Raum im InterContinental Paris Le Grand war dann leider wirklich nur eine Besenkammer mit Blick auf den Innenhof. Zumindest wurde unser Wunsch obere Etage und weit weg vom Fahrstuhl umgesetzt. Zweiteres ist in diesem Hotel aber nicht schwer, da es sehr weitläufig und verwinkelt ist.

Zur Begrüßung warteten auf uns die gewünschten herzhaften Snacks, zwei Flaschen Saft und frische Pfirsiche. Darüber hinaus gab es noch den alt bekannten Grand Hotel Notizblock und zwei große und zwei kleine Flaschen Wasser.

Club Lounge

Der Besuch der Club Lounge war wieder der Lichtblick des gesamten Besuchs. Das Team um Gilles kümmert sich wirklich hervorragend um seine Gäste. Die Essens- und Getränkeauswahl ist top. Leider wurde der Nicolas Feuilatte Champagner durch den mir bisher unbekannten Castelnau ersetzt. Sicher eine Kostenfrage. Beschweren sollte man sich aber nicht, denn wie wenige Cloub Lounges bieten Champagner vom Frühstück bis zur Cocktail-Hour an!?

Ich kann ja nie nachvollziehen, wieso Menschen überall ihre Schuhe ausziehen müssen und dann mit ihren Füßen die Einrichtung dekorieren. Ich hasse das im Flugzeug, wie in Hotel Lounges. Leider hielt es auch hier wieder eine arabische Familie für zwingend nötig sich derartig häuslich einzurichten.

Frühstück

Typischerweise kenne ich es aus dem InterContinental Paris Le Grand so, dass das Frühstück im Restauran selbst bei Club Zugang nicht inkludiert ist. Diesmal wurden wir allerdings stark darum gebeten, doch im Restaurant zu frühstücken.

Das Frühstück bietet alles, was man so in einem Hotel erwartet. Es gibt auch chinesische und japanische Optionen. Alles in allem aber nicht so toll, dass ich dafür 45€ auf den Tisch legen würden.

Die Sauce Hollandaise meinee Eggs Benedict war leider total sauer.

Concierge Service

Bei der Buchung einer Eiffelturm-Tour wurden wir dann neuerlich enttäusch. Eine Tour auf die Spitze des Eiffelturms war nicht mehr buchbar. Damit kann ich auf Grund meiner kurzfristigen Anfrage leben. Auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass solch ein Prestige-trächtiges Hotel da nicht Möglichkeiten hat. Die Zusage, dass wir auf der zweiten Etage Tickets für die Spitze kaufen können, entsprach dann allerdings nicht den Fakten und enttäuchte uns ziemlich.

Checkout

Zum Checkout gingen wir dann in die Club Lounge, da wir dort noch einen kleinen Snack genießen konnten. Der Checkout verlief total entspannt. Das Gespräch mit der Mitarbeiterin war super. Zwischen normaler Rezeption und Club Lounge liegen leider welten.

Die Rechnung passte und unser Auto wurde innerhalb weniger Minuten vorgefahren.

Fazit

Auch wenn nicht alles perfekt war, haben wir schon bei der Abreise darüber diskutiert, wann wir wieder kommen. Irgendwie hat das InterContinental Paris LeGrand einen Charme, der uns begeistert. Zusätzlich das eine oder andere Gläschen Champagner und wir haben alles, was solch ein Trip braucht.

Leider hat das Hotel durch die derzeitigen Umbaumaßnahmen etwas an Charme eingebüßt. Und das wird auch noch eine geraume Zeit so bleiben. Highlight ist und bleibt die gemütliche Club Lounge und Minuspunkte gibt es für das fehlende Schwimmbad und das kostenpflichtige Spa.

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